Erinnerungen an die Jodlerschule von Anton Egger, Kellnern

Zuerst möchte ich vorausschicken, dass ich die Jodlerschule in jeder Hinsicht in bester Erinnerung habe.

Meine "Schullaufbahn" begann im Jahre 1957. Die Jodlerschule beherbergte zu dieser Zeit - im Gegensatz zu heute - eine große Schülerschar, waren doch jedes Jahr sieben bis zehn Schulanfänger, die auch alle in der Jodlerschule "ausschulten". In der sogenannten ersten Klasse waren die Schulstufen 1 bis 3, in der zweiten Klasse von 4 bis 8. Es war schon eine ordentliche Herausforderung für die Lehrpersonen (Fräulein in der ersten Klasse, Lehrer in der zweiten Klasse) uns etwas beizubringen bei dieser Schülerzahl und den Altersunterschieden in der Klasse. Der Schulweg war im Winkl besonders im Winter oft beschwerlich, gab es doch damals vielorts noch keinen „Fahrweg“ geschweige denn ein Fahrzeug.

Wer ab der 4. Stufe die Hauptschule in St. Johann besuchen wollte, musste sich um eine Fahrgelegenheit selber kümmern. Aus meinem Jahrgang besuchte einer die Hauptschule. Soweit ich mich erinnern kann, hatten wir die ersten Jahre auch Nachmittagsunterricht, dafür Donnerstag frei. Wann das abgeschafft wurde, weiß ich nicht mehr. Meine Lieblingsfächer in der Schule waren Rechnen, Naturgeschichte, Aufsatz und Singen - und auf Letzteres manchmal angesprochen, erkläre ich lachend, dass ich ja acht Jahre die Jodlerschule besucht habe.

Im Großen und Ganzen hatte ich das Glück, mich mit dem Lernen nicht besonders schwer zu tun und denke deshalb noch gerne an meine Schulzeit in der Jodlerschule zurück.